Beteiligung - Synergien - kollektive Intelligenz - gemeinsam entscheiden - faire Lösungen - Zusammenarbeit auf Augenhöhe - fairNETZt wirtschaften

fairNETZ:
Beteiligung, Synergien, kollektive Intelligenz

Für eine faire und nachhaltige Gesellschaft

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Die heutige globale Gesellschaft steht vor gewaltigen Herausforderungen. Die zunehmende Polarisierung in der westlichen Welt, die sich verschärfende Spaltung in Arm und Reich, die drohende Klimakatastrophe, die Verknappung von Ressourcen, neue Kriege, Konflikte und Flüchtlingsströme sind einige davon.
Um zukunftsfähige Antworten und Lösungen zu finden, ist es wichtig, alle in der Gesellschaft vorhandenen Kompetenzen einzubeziehen: von der organisatorischen über soziale hin zu technischen Kompetenzen.

fairNETZ steht für die Idee, eine Infrastruktur für den gemeinsamen Gestaltungsprozess zu entwickeln.
fairNETZ orientiert sich dabei vor allem an der Frage: Was können Menschen gemeinsam tun, wenn sie nicht nur die Symptome der Probleme behandeln, sondern an der Wurzel ansetzen wollen?

Bezweifle niemals, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann. Im Gegenteil: Nur so sind jemals Veränderungen zustande gekommen. (Margret Mead)

fairNETZ:
Demokratie-Werkzeuge für Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft

Im Rahmen eines sozialen Netzwerkes sollen Tools für Beteiligung, Synergien, Kooperation und demokratische Entscheidungsprozesse allen Menschen zur Verfügung gestellt werden. Das Netzwerk unterstützt dabei insbesondere die Organisationsform der Soziokratie und die Abstimmungsmethode des Systemischen Konsensprinzips (SK), um die kollektive Intelligenz von Gruppen aller Art zum Ausdruck zu bringen.

  • Das Netzwerk: Neben herkömmlichen Netzwerk-Funktionen soll fairNETZ praktische Werkzeuge für Gruppen aller Art, z.B. für die Meinungs- und Entscheidungsfindung, für die interne Organisation und die fairNETZung mit anderen bieten. Gruppen (Initiativen, Organisationen, Unternehmen) können sich in Teilgruppen untergliedern oder sich in unterschiedlichen Konstellationen holarchisch zu größeren Gesamtgruppen und Kooperationen zusammenfinden, in denen alle Mitglieder der Teilgruppen zugleich stimmberechtigt werden und auf allen Ebenen die gleichen, vertrauten Werkzeuge benutzen.
  • fairNETZung ohne Datenmonopole und Machtzentralen: Das Netzwerk soll auf einer technologischen Basis verteilter Server funktionieren. Einzelpersonen und Gruppen (Initiativen, Organisationen, Unternehmen) können einen  Account auf einem Server ihrer Wahl anlegen oder die freie Software auf einem eigenen Server betreiben.
  • globale Abstimmungen: In einem öffentlichen Raum werden erstmalig in der Geschichte nicht nur lokale und regionale, sondern auch globale Abstimmungen möglich. So können etwa Vorschläge an die Politik gemeinschaftlich entwickelt werden.
  • Die kollektive Intelligenz Aller nutzen: gemeinsam Lösungen finden, die die Bedürfnisse aller Beteiligten einschließlich künftiger Generationen berücksichtigen. fairNETZ unterstützt und nutzt eine neuartige Methode der demokratischen Entscheidungsfindung, die systemisch die größtmögliche Annäherung an den Konsens erzeugt: das Systemische Konsensprinzip: einfach – schnell – konfliktlösend. (Würden beispielsweise die us-amerikanischen Parteien Systemisches Konsensieren kennen, wären nicht die unbeliebtesten Anwärter Präsidentschaftskandidaten geworden.)
  • Die fairNETZ-Produktsuche: gemeinsam machen wir fair und nachhaltig einkaufen einfach und transparent. User können für ihre Produktsuche sowohl verschiedene praktische Filter (Preis, Größe, Farbe, Gewicht, Features etc.) als auch Filter für unterschiedliche Nachhaltigkeitswerte (z.B. Reparierbarkeit, Recyclebarkeit, sozial-faire bzw. ökologisch nachhaltige Produktionsmethoden, Transparenz der Produktionsketten, etc.) nutzen. Die Bewertungsmethoden werden können von allen gemeinsam entwickelt und gestaltet werden.
  • Die Prosumentendemokratie: fairNETZ ermöglicht regionale und globale Kooperationen zwischen Konsumenten, Händlern und Produzenten.


fairNETZ-Produktsuche: Das Tool im Video erklärt

Erklärung der fairNETZ-Produktsuche

fairNETZ: eine emanzipatorische Perspektive

Nationalismus, Autoritarismus, Rechtspopulismus überall, weil eine emanzipatorische Perspektive bis jetzt fehlte.

Die AfD in Deutschland, Orban in Ungarn, Erdogan in der Türkei, Putin in Russland, Brexit in Großbritannnien und Trump in den USA: Wir erleben zur Zeit an vielen Orten der Welt eine Wieder-Erstarkung von rechtspopulistischen, nationalistischen und autoritären Bewegungen.
Warum? Viele Menschen haben Angst. Sie wissen, dass weitere Krisen unsere Welt erschüttern werden. Umwelt- und Klimakatastrophen, kriegerische Konflikte um sich verknappende Ressourcen, die Verschärfung des Gegensatzes zwischen arm und reich sind große ungelöste Bedrohungen für die Menschheit. Unser Finanzsystem droht zu kollabieren. Seit der Finanzkrise 2007 wurden schließlich keine Probleme gelöst, sondern nur verschoben. Während wir in Deutschland bisher eher die indirekten Folgen der globalen Krisentendenzen (Flüchtlingsströme) erleben, sind die wirtschaftlichen Auswirkungen etwa der letzten Finanzkrise (Massenarbeitslosigkeit, Armut) für die Menschen in vielen anderen Ländern bis heute unmittelbar spürbar.
Die rechtspopulistischen Strömungen mit ihren Sündenbock-Theorien und scheinbar einfachen Lösungen, nähren die Hoffnung, dass sich die Zeit zurückdrehen lässt. Es gelingt ihnen, immer mehr Anhänger zu gewinnen, die Sehnsucht nach einem „starken Führer“, der alles in Ordnung bringt, verbreitet sich,…

…weil es an emanzipatorischen Vorschlägen für eine neue Wirtschaftsform bzw.  für demokratische Versorgungsstrukturen mangelt, die man in der Praxis erproben kann, ohne dafür erst Mehrheiten zu benötigen.

Viele der Vorschläge, die von emanzipatorischen Bewegungen kommen (z.B. die Gemeinwohlökonomie von Christian Felber, die Democratic Economy von David Schwaighart, Vorschläge aus der Linkspartei etc.) sind für Mehrheiten nicht als reale und bessere Perspektive greifbar. Soweit solche Ansätze darauf abzielen, bessere demokratische, soziale und ökologische Standards in der Wirtschaft per Gesetz einzuführen, muss man auch tatsächlich die Frage stellen, ob sie in der Zukunft eine reale Chance bekommen werden. Denn gerade in Krisenzeiten verschärft sich der Standortwettbewerb und damit der Druck, diese Standards sogar noch zu senken. Kein einzelnes Land kann einfach beschließen, aus dem Kapitalismus auszusteigen. Viele der heutigen Probleme sind globale Probleme und brauchen daher auch neue globale Vereinbarungen.
Damit eine alternative Wirtschaftsform oder Versorgungsstruktur eine praktische und greifbare Perspektive für Mehrheiten aufzeigen kann, wie wir – statt nur Symptome zu behandeln – unsere Probleme an der strukturellen Wurzel lösen und das bestehende System auf eine sinnvolle Weise ergänzen und weiterentwickeln können, muss sie also drei Kriterien gleichzeitig erfüllen:

Vernetzen.Zusammenkommen. Entscheiden. Gestalten.

  • Sie muss demokratischer sein, als alles, was wir bisher kannten, d.h. die Interessen der Menschen auf eine neue, bessere Art zum Ausdruck bringen.
  • Sie muss aufzeigen können, wie sich Menschen gleichzeitig dezentral versorgen und in globalen Kooperationen für die Umsetzung koordinieren können.
  • Sie müsste zunächst in Form von Prototypen entstehen, die in der Praxis erprobt werden können.
fairNETZ ist unser Vorschlag für eine alternative Wirtschaftsform, die diese Kriterien erfüllt.
Wir wollen ein großes Bündnis mit vielen Kooperationspartnern zusammenbringen, damit fairNETZ entsteht.
Alle können gleichberechtigt mitgestalten!